Über mich
Über Bea The Beadmaker
Ich liebe Farben, ich liebe Schmuck, meine Welt ist voll mit buntem Glas.
Seit Juli 2005 arbeite ich am Brenner. Was damals mit der Faszination für handgemachte Glasperlen begann, ist längst zu meinem Beruf und zu einem ziemlich großen Teil meines Lebens geworden.
Heute entstehen in meiner Werkstatt in Speyer Glasperlen, Schmuck und emaillierte Kupferelemente. Von der ersten Farbidee über die Herstellung der einzelnen Elemente bis zum fertigen Schmuckstück gestalte und fertige ich alles selbst.
Wie alles mit einer Glasperle begann
Als ich 2005 meine ersten handgemachten Glasperlen entdeckte, war die traditionelle Perlenmacherei hierzulande fast verschwunden. Gleichzeitig hatte sich vor allem in den USA eine lebendige internationale Lampwork-Szene entwickelt.
Über das Internet kamen diese kleinen gläsernen Kunstwerke schließlich auch zu uns.
Ich war hingerissen. Und ziemlich schnell stand für mich fest: Das will ich lernen.
Also begann ich im Juli 2005 selbst am Brenner zu arbeiten. Ich besuchte Kurse bei international bekannten Perlenmacherinnen und Perlenmachern und beschäftigte mich immer intensiver mit Glas, Farben, Formen und den Möglichkeiten, die dieses Material in der Flamme bietet.
Aus den ersten Perlen wurden immer neue Techniken und Ideen. Und irgendwann wurde aus der Schülerin selbst eine Dozentin.
21 Jahre Erfahrung am Brenner
In diesen 21 Jahren habe ich unzählige Glasperlen hergestellt, eigene Formen und Muster entwickelt, Hohlperlen geblasen und immer wieder ausprobiert, was sich aus Farbe, Glas und Hitze machen lässt.
Dabei interessiert mich nicht nur die einzelne Perle. Mich reizt das Zusammenspiel.
Wie verändert sich eine Farbe neben einer anderen? Welche Formen brauchen Ruhe, welche dürfen miteinander konkurrieren? Wann funktioniert eine Wiederholung und wann braucht eine Kette gerade den kleinen Bruch im Rhythmus?
Aus diesem Spiel mit Farbe und Form entstehen meine Glasperlenketten und anderen Schmuckstücke.
Die zentralen Glaselemente dafür kaufe ich nicht fertig ein. Ich stelle sie selbst am Brenner her und entwickle daraus anschließend den Schmuck. Bei manchen Arbeiten kommen von mir gefertigte Metallteile oder emaillierte Kupferelemente hinzu.
So führt der Weg von der ersten Idee über das einzelne Glaselement bis zum fertigen Schmuckstück durch meine Hände.
Vom Lernen zum internationalen Unterrichten
Mit den Jahren begann ich, mein Wissen selbst weiterzugeben. Rund 70 Präsenzworkshops habe ich in meiner eigenen Werkstatt gegeben, während der Corona-Zeit kamen zahlreiche Onlinekurse hinzu.
Als Gastdozentin führte mich das Lampwork weit über meine eigene Werkstatt hinaus. Ich unterrichtete unter anderem auf Murano, in der Schweiz, Belgien und England, mehrfach in den USA und auf Abaco auf den Bahamas.
Dass mich die Arbeit mit Glas einmal von Speyer bis nach Murano, in die USA und auf die Bahamas führen würde, hätte ich mir 2005 vermutlich selbst nicht träumen lassen.
Meine eigene Technik: Emaille auf Kupfer
Neben der Glasperlenherstellung habe ich eine eigene Technik für Torch-Enameling auf Kupfer entwickelt.
Emaille ist Glas in Pulverform. Ich bringe es auf Kupfer auf und schmelze es mit der Flamme ein. So entstehen farbige Elemente, die ich unter anderem für meine Ohrringe aus Emaille verwende.
Auch diese Technik habe ich in meinen Workshops unterrichtet.
Mein Wissen und meine Arbeiten wurden außerdem in mehreren Fachmagazinen veröffentlicht, darunter in Form von Tutorials im internationalen Glassline Magazine sowie in deutschen Fachpublikationen.
Viele Jahre Kunsthandwerk, viele Begegnungen
Ein großer Teil meines beruflichen Lebens spielte sich lange Zeit nicht online ab, sondern auf Kunst-, Design- und Kunsthandwerksmärkten.
In besonders intensiven Jahren war ich auf bis zu 26 Märkten im Jahr vertreten. Dazu gehörten auch ausgewählte und kuratierte Veranstaltungen wie das Offenbacher Sammelsurium und Das Gelbe vom Ei in Pforzheim.
Diese Jahre haben meine Arbeit mitgeprägt. Denn im direkten Kontakt erlebt man unmittelbar, welche Farben Menschen anziehen, welche Schmuckstücke sie immer wieder in die Hand nehmen und was schließlich dazu führt, dass aus einem Schmuckstück ihr Schmuckstück wird.
Und heute?
Heute konzentriere ich mich vor allem darauf, aus meinen selbst gefertigten Glas- und Emaille-Elementen Schmuck zu entwickeln, den man nicht an jeder Ecke findet.
Farbe spielt dabei fast immer die Hauptrolle.
Ich mag grafische Formen ebenso wie organische, ungewöhnliche Farbkombinationen ebenso wie klare Kontraste. Mich interessiert Schmuck, der ein Outfit sichtbar verändert und nicht beliebig austauschbar ist.
Besonders meine Glasperlenketten geben mir viel Raum, mit Farbe, Form und ungewöhnlichen Kombinationen zu spielen.
Jede Glasperle entsteht einzeln an meinem Brenner. Viele meiner Schmuckstücke sind Einzelstücke oder entstehen nur in sehr kleinen Stückzahlen.
Wenn du selbst Schmuck gestaltest, findest du in meinem Shop außerdem meine handgefertigten Glasperlen.
Und nach 21 Jahren hat sich an einer Sache nichts geändert:
Ich bin immer noch neugierig darauf, was aus Glas, Farbe und Feuer als Nächstes entstehen kann.




